Wildwüchsige Energie! Stadt-tistik der Kultur- und Kreativwirtschaft

Den meisten Lesern dieses Blogs ist es längst klar, die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine vielfältige und enorm leistungsstarke Wirtschaftsbranche. Dahinter stecken aussagekräftige Zahlen: Allein in Deutschland sind knapp 1 Mio. Erwerbstätige in insgesamt 244.000 Unternehmen beschäftigt, darunter viele Selbständige und Freiberufler. Autoren, Filmemacher, Musiker, bildende und darstellende Künstlerinnen und Künstler, Architekten, Designer und die Entwickler von Computerspielen schaffen künstlerische Qualität, kulturelle Vielfalt und kreative Erneuerungen und stehen zugleich für wirtschaftliche Dynamik und Innovation.

Eine der Herausforderungen: Die Heterogenität dieser Wirtschaftsbranche (11 Teilmärkte) macht es relativ schwer, deren Eigenarten und die darin wirkenden Menschen zu begreifen. Genau deshalb ist Mitte März diesen Jahres  ein vierköpfiges Team aus Kreativen angretreten, das sich zum Ziel gesetzt hat verständliche Bilder für die Kultur- und Kreativwirtschaft zu finden bzw. zu entwickeln. Damit soll die Transparenz zur Branche erhöht und deren wirtschaftliche Relevanz und Leistungsfähigkeit sowie die Potenziale und Zukunftsfähigkeit aufgezeigt werden. Es geht bei dem Praxisprojekt um Visualisierung – wie kann eine derart komplexe Branche anhand von Bildern, Geschichten und Grafiken beschrieben werden? Wie kann statistisches Material in eine Form übersetzt werden, die auch Fachfremde verstehen?

Die Creative Drive Gruppe vergleicht die Branche mit einem komplexen Stadtsystem bestehend aus 12 lebendigen Stadtvierteln, in denen sich die vielen Kultur- und Kreativwirtschaftler bewegen. Ansprechende Infografiken und Illustrationen verbildlichen diese Analogie: Stadtbewohner werden zu kreativen Gestaltern und Schöpfern, Hochhäuser ersetzen die klassischen Diagrammbalken, Strassen zeigen die unmittelbaren Zusammenhänge und Abhängigkeiten der verschiedenen Teilmärkte innerhalb der Branche auf und Geldsäcke veranschaulichen den oftmals unterschätzten Umsatz, den die Kultur- und Kreativwirtschaft generiert.

Vom Buchstaben zum Buch © Robin Brune, Katrin Rohns, Andrea Nickisch, Lutz Westermann

Vom Buchstaben zum Buch © Robin Brune, Katrin Rohns, Andrea Nickisch, Lutz Westermann

Während der Arbeit am Projekt werden die Teilnehmer qualifiziert und auf Augenhöhe beraten, bauen ihr Netzwerk aus, entwickeln sich in neuen Geschäftsfeldern weiter und erhalten Workshops und Expertenwissen zu relevanten Themen.

Ende des Sommers wird das Gesamtkonzept vorgestellt. Wir sind gespannt!

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